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Urne und Kerzen an einem Baum im Ruhewald

Formen des Abschieds

Bestattungsarten

Neun Formen, vom klassischen Erdgrab bis zur Erdumwandlung. Zu jeder sagen wir Ihnen, was sie voraussetzt, was sie bedeutet und wo sie preislich liegt.

Überblick

Welche Form passt zu Ihnen?

Lange war unser Haus vor allem für kirchliche Beisetzungen bekannt. Die begleiten wir weiterhin – dazugekommen ist alles, wonach Familien heute fragen: naturnahe Formen, ökologische Alternativen oder ein Erinnerungsstück, das bleibt.

Die Grabarten im Vergleich

GrabartLageVerlängerbarPflege
Wahlgrabselbst gewähltjadurch Angehörige
Reihengrabzugewiesenneindurch Angehörige
Rasengrabzugewiesenteilweisedurch den Friedhof
Pflegefreies Grabje nach FriedhofteilweiseFriedhof, einmalige Gebühr

Der wichtigste Unterschied steht in der ersten Zeile: Nur im Wahlgrab können mehrere Menschen beigesetzt werden. Wer ein Familiengrab möchte, braucht deshalb diese Form.

Fristen und Gebühren

Hamburg setzt die Ruhezeit für Erdgräber im Regelfall auf 25 Jahre, für Kinder gilt eine kürzere Frist. Läuft sie ab, können Sie ein Wahlgrab verlängern, ein Reihengrab nicht.

Preislich ist das Erdgrab die aufwendigste Form, weil drei größere Posten zusammenkommen: Sarg, Grabstelle und Grabmal. Besonders die Friedhofsgebühren fallen unterschiedlich aus – zwischen den Hamburger Friedhöfen liegen bei vergleichbaren Grabarten deutliche Unterschiede. Wir rechnen Ihnen die Gebühren des Friedhofs aus, den Sie im Sinn haben, bevor Sie sich festlegen.

Wohin die Urne kann

  • Urnengrab auf dem Friedhof – als Wahl- oder Reihengrab, mit Stein oder liegender Platte.
  • Urnenwand oder Kolumbarium – die Nische wird mit einer gravierten Platte verschlossen. Wetterunabhängig zu besuchen, was im Winter ein echtes Argument ist. In Hamburg unter anderem im Forum des Friedhofs Ohlsdorf und im Mariendom in St. Georg.
  • Rasen- oder Gemeinschaftsgrab – unter gemähter Fläche, mit oder ohne Namen, gepflegt vom Friedhof.
  • Baumgrab – die Urne kommt an einen Baum, mehr dazu unter Waldbestattung.
  • Seeurne – wasserlöslich, für die Seebestattung.

Die Ruhezeit beträgt auch beim Urnengrab in Hamburg in der Regel 25 Jahre. Weil die Grabstelle kleiner ausfällt und häufig kein Grabmal nötig ist, liegt die Summe klar unter der einer Erdbestattung.

Abfahrtsorte

Für die Ostsee starten wir meist in Travemünde oder Niendorf, für die Nordsee in Cuxhaven oder Büsum. Travemünde ist von Bramfeld aus in gut einer Stunde erreichbar. Andere Häfen fragen wir gern für Sie an. Zulässig ist die Beisetzung ausschließlich in ausgewiesenen Seegebieten.

Mit an Bord – oder nicht

Beides ist üblich, und beides ist richtig. Fahren Sie mit, ist an Bord Platz für die Familie; meist gibt es einen Salon und die Möglichkeit für eine eigene Ansprache. Bei der stillen Seebestattung übernimmt der Kapitän die Beisetzung ohne Angehörige, das ist günstiger. Rechnen Sie im Herbst und Winter damit, dass der Termin vom Wetter abhängt und kurzfristig verschoben werden kann.

Wälder in erreichbarer Nähe

  • Ruhewald Ohlsdorf – Baumgräber auf dem Friedhof Ohlsdorf. Von Bramfeld aus die kürzeste Strecke und mit dem HVV gut zu erreichen.
  • FriedWald Kisdorf – im Kreis Segeberg, direkt nördlich der Stadtgrenze.
  • Ewigforst Sachsenwald – alter Buchen- und Eichenbestand östlich der Stadt.
  • Ruhehain Bönningstedt – überschaubare Anlage im Westen, gut für kleine Kreise.
  • Ruheforst Nenndorf und Jesteburg – in der Nordheide südlich der Elbe.

Familienbaum, Gemeinschaftsbaum, Einzelplatz

Ein Familienbaum wird für Sie reserviert und nimmt je nach Größe acht bis zwölf Urnen auf. Beim Gemeinschaftsbaum teilen mehrere Familien einen Stamm – Sie wählen den Baum, nicht die Nachbarschaft. Der Einzelplatz an einem zugewiesenen Baum ist am günstigsten.

Halbanonym – der Mittelweg

Auf diese Möglichkeit weisen wir ausdrücklich hin, weil viele Familien sie nicht kennen: Bei der halbanonymen Beisetzung liegt die Urne ebenfalls auf einem pflegefreien Gemeinschaftsfeld, der Name steht aber auf einer gemeinsamen Stele oder einer kleinen Platte. Der Aufpreis ist gering, und es gibt einen Ort, an den man gehen kann. Dasselbe erreichen Sie mit einem Rasengrab mit Namensplatte.

Und noch etwas ist wichtig: Anonym bedeutet nicht ohne Abschied. Sie können bei uns in Ruhe Abschied nehmen und eine Lebensfeier halten. Nur bei der Beisetzung selbst sind in der Regel keine Angehörigen dabei.

Wir sind da

Sprechen Sie mit uns darüber

Schon am Telefon lässt sich klären, welche Formen für Sie überhaupt in Frage kommen. Alles Weitere besprechen wir dann in Ruhe bei einem Termin.

Häufige Fragen

Das fragen Angehörige oft

Welche Bestattungsart ist die günstigste?

In der Regel die anonyme oder halbanonyme Urnenbeisetzung, weil Grabstelle, Grabmal und Pflege entfallen. Danach folgen Seebestattung und Waldbestattung. Am teuersten ist meist die Erdbestattung, weil Sarg, Grabstelle und Grabmal zusammenkommen.

Muss es immer ein Sarg sein?

Ja, daran führt kein Weg vorbei: Auch wer eingeäschert wird, wird zuvor in einem Sarg aufgebahrt und darin ins Krematorium überführt. Erst danach kommt die Asche in die Urne. Ein schlichter Kiefernsarg genügt dafür, wenn Sie das möchten.

Wie lange habe ich Zeit, mich zu entscheiden?

Für die Bestattungsart selbst ist meist etwas Zeit. In Hamburg muss ein verstorbener Mensch aber innerhalb bestimmter Fristen bestattet werden. Rufen Sie uns einfach an – wir sagen Ihnen, was jetzt entschieden werden muss und was noch warten kann.

Ist eine Trauerfeier bei jeder Bestattungsart möglich?

Ja. Auch bei einer Seebestattung, einer Waldbestattung oder einer anonymen Beisetzung können Sie vorher in Ruhe Abschied nehmen und eine Lebensfeier halten. Nur der Ort und der Zeitpunkt unterscheiden sich.

Im Trauerfall 24 h erreichbar040 641 79 23